Share of Clicks ist ein Amazon-Analysetool, das misst, wie sich Klicks auf der Suchergebnisseite auf Produkte, Marken und Kategorien verteilen. Im Gegensatz zu klassischen Tools, die Rankings oder Suchvolumen zeigen, analysiert Share of Clicks das reale Such- und Klickverhalten der Amazon-Nutzer.
Der SoC-Index (Share-of-Clicks-Index) ist eine einheitliche Messgröße für Klickanteile auf Amazon. Der gesamte Marktplatz entspricht 1.000.000 Punkten pro Monat. Ein Indexpunkt entspricht 1 ppm (part per million) bzw. 0,0001 % aller Klicks eines Monats. Beispiel: Ein Produkt mit 10.000 SoC-Punkten erhält 1 % aller Klicks des Marktplatzes in diesem Monat. Durch diese einheitliche Basis lassen sich ASINs, Marken, Kategorien, Preisbänder und Ratinggruppen direkt miteinander vergleichen.
Der Amazon Performance Tracker ist die direkte Benutzeroberfläche für die SoC-Daten. Alle Auswertungen im Tracker, ob Markenentwicklung, ASIN-Performance oder Suchbegriff-Analyse, basieren auf den Klickdaten des Share of Clicks Tools. Der Tracker stellt diese Daten so aufbereitet dar, dass sie ohne datenanalytische Vorkenntnisse interpretiert und direkt für strategische oder operative Entscheidungen genutzt werden können.
Die Datengrundlage sind reale Such- und Klickdaten von Amazon-Nutzern, die Amazon für jeden Marktplatz zur Verfügung stellt. Diese Rohdaten werden von Share of Clicks umfassend aufbereitet und mit zusätzlichen Informationen zu Marken, Kategorien und Produkten angereichert. Das Ergebnis ist ein belastbares Bild der tatsächlichen Marktstruktur auf Amazon.
Der Amazon Performance Tracker liefert aktuell Daten für die fünf größten europäischen Amazon-Marktplätze: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. So können Marken ihre Performance und den Wettbewerb in diesen Kernmärkten analysieren.
Die Einschränkung auf Top-3-ASINs ist eine bewusste Designentscheidung: Sie reduziert die Datenmenge auf das Wesentliche und schärft den Fokus auf die wirklich relevanten Produkte. Eine ASIN in den Top 3 gilt als 'Social Proof', dass dieses Produkt aus Kundensicht gut zu dem Suchbegriff passt. Dabei wird nicht unterschieden, ob es sich um organische oder bezahlte Klicks handelt.
Beide Analysetypen nutzen dieselbe Datenbasis, aber mit unterschiedlichem Zeithorizont und Fokus. Die Insight-Analyse betrachtet einen rollierenden Zeitraum von 24 Monaten und beantwortet die Frage: Wo stehe ich strategisch im Markt? Die Performance-Analyse fokussiert sich auf den Vergleich mit dem Vormonat und zeigt aktuelle Veränderungen. Sie beantwortet die Frage: Was hat sich gerade verändert, wo muss ich jetzt reagieren?
Im Share of Clicks Tool sind nur ASINs enthalten, die im Betrachtungszeitraum mindestens einmal zu den Top-3-geklickten Produkten eines Suchbegriffs gehört haben. Ist das bei deiner ASIN nicht der Fall, gibt es trotzdem die Möglichkeit, Insights zu gewinnen:
- Ähnliche ASIN identifizieren – Suche eine vergleichbare ASIN, die im Tool bereits Daten aufweist.
- Kategorie-Insights nutzen – Über diese ähnliche ASIN lässt sich die passende Kategorie ermitteln und für eine Kategorie-Insights-Analyse verwenden.
- Suchbegriffe identifizieren – Rufe in der ASIN-Abfrage die Unterseite BEKW auf und nutze die dort identifizierten Suchbegriffe als Startpunkt für die Auswahl deiner Content-Suchbegriffe.
Tools wie Helium 10 oder Jungle Scout zeigen organische Rankings, Keyword-Performance und Suchvolumen zu Suchbegriffen. Share of Clicks wählt einen anderen Ansatz: Es zeigt nicht, welche Suchbegriffe es gibt, sondern über welche Suchbegriffe die Klicks auf die eigene ASIN tatsächlich zustande kommen und wo die ASIN noch nicht erfolgreich ist. Daraus lassen sich konkrete Vorschläge für strategische Content-Entscheidungen und operative AMS-Maßnahmen ableiten.
- Strategisch starten: Insight-Analyse nutzen, um zu verstehen, wo deine Marke steht und welche Suchbegriffe langfristig relevant sind.
- Operativ prüfen: Monatlich mit der Performance-Analyse beobachten, wo sich Klickanteile verschoben haben.
- Content optimieren: Identifizierte Suchbegriffe für Titel, Bullet Points und weitere Content-Elemente nutzen.
- Kampagnen steuern: AMS-Kampagnen gezielt dort aktivieren oder pausieren, wo Klickanteile unter- oder überdurchschnittlich sind.
Alle Marktanteilsangaben im Share of Clicks Tool beziehen sich ausschließlich auf Klicks, nicht auf Umsätze. Es gibt zwar eine Korrelation zwischen Klicks und verkauften Einheiten, da der Amazon-Algorithmus schlecht konvertierende ASINs tendenziell nach unten schieben würde. Aufgrund der unterschiedlichen Konversionsraten je Suchbegriff und Suchtyp haben wir uns jedoch bewusst entschieden, keine Umsätze zu berechnen, sondern uns auf die verlässlichen Klickdaten zu konzentrieren.
Der Tool liefert den größten Mehrwert bei Marken mit bestehender Markenbekanntheit und vorhandenem organischen Traffic. Sie profitieren am meisten, weil sie bereits eine Datenbasis haben und gezielt identifizieren können, wo Werbung echten Zusatzumsatz bringt. Für Marken ohne organische Stärke kann das Tool dennoch wertvolle Einblicke in den Wettbewerb und potenzielle Suchbegriffe liefern.
Das Tool identifiziert zwei Szenarien, in denen Werbung wenig Sinn ergibt:
- Suchbegriffe, auf denen deine Marke so stark ist, dass Werbung lediglich zu Kannibalisierung führt – organische Klicks werden durch bezahlte ersetzt, ohne Mehrumsatz.
- Suchbegriffe, auf denen die Marke historisch nicht erfolgreich war und wo Werbung die Situation voraussichtlich nicht nachhaltig verbessert. Auf beiden Typen kannst du Budgets reduzieren oder ganz einsparen.
Die Differenzierung nach Suchtyp ermöglicht es, die Markenbekanntheit einer Marke im Zeitverlauf zu messen und zwar auf zwei Arten: einmal absolut, als SoC-Index der markenbezogenen (branded) Suchbegriffe, und einmal relativ im Vergleich zum Wettbewerb, entweder über alle Kategorien hinweg oder innerhalb einer einzelnen Kategorie.
Das ist eine der wichtigsten Fragen im operativen Tracking. Der Tracker hilft dabei, indem er sowohl deine eigene SoC-Entwicklung als auch die des Wettbewerbs zeigt. Verlierst du Klickanteile, während deine Wettbewerber stabil bleiben oder zulegen, deutet das auf eine eigene Performance-Schwäche hin, etwa durch schlechteren Content, reduzierte Werbepräsenz, Bestandsprobleme oder hohe Preise. Verlieren alle Marktteilnehmer auf einem Suchbegriff gleichzeitig, ist das eher ein Zeichen für eine Nachfrageveränderung im Markt.
